Moderne Kleinhauskonzepte

Trotz der rückläufigen Tendenzen in Bevölkerungszahl und Familiengrösse ist in den meisten Industrieländern der Bedarf an Wohnraum pro Person koninuierlich gestiegen. In den USA etwa lag  die Fläche eines durchschnittlichen Einfamilien-Hauses gegen Ende der siebziger Jahre noch um die 165 m². 2007, rund dreissig Jahre später, liegt sie bei 230 m².

So schön "größer wohnen" auch sein mag, billig ist es sicher nicht. Große Häuser sind über ihren Bau hinaus kostspielig, und erzeugen über ihre gesamte Lebenszeit hinweg kontinuierlich beträchtliche Ausgaben, sowohl was Beheizung und Wartung als auch was Steuern angeht.

Moderne Kleinhauskonzepte streben, neben der Einsparung derartiger Kosten, nach einer möglichst vielseitigen Ausnutzung von Wohnfläche und der Integration technologischer Errungenschaften in ein zukuftsoffenes Wohn-Design. Die Veröffentlichung von Sarah Susankas "The Not So Big House" im Jahre 1997 gibt als der Startpunkt einer Trendwende in Richtung eines kompakteren Wohn-Designs. Seither finden Kleinhauskonzepte in vielen Ländern ein experimentierfreudiges Publikum. Die Finanzkrise 2008 verschafte der "Kleinhausbewegung" zusätzliche Aufmerksamkeit. 

Die Vorteile von Kleinhäusern reichen über finanzielle Aspekte hinaus. Ihr Design steht in engem Dialog mit moderner urbaner und alternativer Lebensart. Oft dominieren dabei andere Kriterien als örtliche Fixierung oder Prestige. Vielmehr stehen Überschaubarbeit, Flexibilität und Umweltfreundlichkeit im Vordergrund.
 



 
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